Die ersten kalten Tage kommen, und plötzlich ist sie da: die Zugluft am Fensterstock. „Es ist kalt geworden, was kann ich tun?“ Diese Frage hört unser Serviceteam jeden Herbst.
Die Antwort ist oft einfacher als gedacht. Bei vielen Dreh-Kipp-Fenstern lässt sich der Anpressdruck über die Schließzapfen verstellen. Das nennt man Wintermodus. Gegen die Zugluft braucht es dann meist keine neuen Dichtungen und schon gar kein neues Fenster.
Eine Einstellung der Schließzapfen am Flügel, die den Anpressdruck erhöht. Das Fenster schließt dichter, und Zugluft sowie Wärmeverluste gehen zurück.
Als Faustregel zeigt die Markierung auf den Zapfen im Wintermodus zur Raumseite. Sicher erkennen Sie es mit dem Papier-Test: Sitzt das Fenster nach dem Drehen fester, ist der Wintermodus aktiv.
Nein, nur Fenster mit verstellbaren Schließzapfen. Diese kleinen Metallzapfen sitzen an der Kante des geöffneten Flügels und tragen meist eine Markierung.
Für Fenster und Türen aller Marken in ganz Österreich. Auf Anfragen melden wir uns innerhalb von drei Werktagen.
Wenn Getriebe oder Lager ausfallen, steckt fast immer eine längere Vorgeschichte dahinter. Ein plötzlicher Defekt ohne Vorwarnung ist die Ausnahme.
Wintermodus (hoher Anpressdruck): Die Dichtung wird stärker zusammengedrückt, das Fenster hält Kälte und Wind besser draußen.
Normalstellung (mittlerer Anpressdruck): Ein guter Kompromiss für das ganze Jahr.
Sommermodus (niedriger Anpressdruck): Die Dichtung wird entlastet und verschleißt langsamer, der Griff geht leichter.
Gedreht wird nicht der Flügel, sondern jeder Schließzapfen einzeln. Die Zapfen sitzen leicht außermittig. Dreht man sie, drücken sie den Flügel stärker oder schwächer an die Dichtung.
In welche Richtung Sie drehen müssen, verrät die Markierung auf dem Zapfen, meist eine kleine Kerbe, ein Punkt oder ein Strich. Als Faustregel gilt bei vielen gängigen Beschlägen: Für den Wintermodus zeigt dieMarkierung zur Raumseite, für den Sommermodus nach außen. Verlassen Sie sich darauf aber nicht blind, denn nicht jeder Hersteller hält sich an diese Logik.
Mit dem Papier-Test prüfen Sie in wenigen Minuten, ob die Richtung bei Ihrem Fenster stimmt.
Der Papier-Test:
Ein Blatt Papier zwischen Flügel und Fensterstock einklemmen.
Bei geschlossenem Fenster herausziehen.
Geht das ganz leicht, ist der Anpressdruck zu niedrig.
Pro Fenster dauert das Einstellen des Wintermodus nur wenige Minuten. Welches Werkzeug Sie brauchen, zeigt der Zapfen selbst: Bei einer sechseckigen Öffnung passt ein Innensechskantschlüssel (Inbus), bei einem Schlitz ein Schraubenzieher. Zapfen ohne Öffnung dreht man mit einer Zange. Lässt sich ein Zapfen nur schwer bewegen, drehen Sie nicht mit Gewalt weiter, sonst beschädigen Sie den Beschlag.
1. Markierung suchen
Die Markierung an jedem Schließzapfen suchen und prüfen, wohin sie aktuell zeigt.
2. Unterlagen prüfen
In der Bedienungs- oder Pflegeanleitung ist meist beschrieben, welche Stellung welchem Anpressdruck entspricht.
3. Ausgangslage prüfen
Papier-Test machen und merken, wie leicht sich das Blatt herausziehen lässt.
4. Einen Zapfen testen
Einen Zapfen drehen und den Papier-Test an dieser Stelle wiederholen. Geht das Papier jetzt schwerer heraus, haben Sie die Richtung für den Wintermodus gefunden. Geht es leichter, drehen Sie in die andere Richtung.
5. Alle Zapfen einstellen
Die übrigen Zapfen in dieselbe Stellung drehen. Sonst liegt der Flügel ungleichmäßig an.
Nach dem Umstellen geht der Griff etwas schwerer als vorher. Das ist im Wintermodus normal. Hakt er deutlich oder lässt sich das Fenster nur mit Kraft schließen, ist der Druck zu hoch. Drehen Sie die Zapfen dann ein Stück zurück in Richtung Normalstellung.
Ob sich der Wintermodus selbst einstellen lässt, hängt vor allem vom verbauten Beschlag ab, nicht von der Fenstermarke. Das gilt für Fenster von Internorm genauso wie für Gaulhofer, Schüco, Rehau oder jedes andere Fabrikat. Wir kennen die gängigen Beschlagsysteme markenübergreifend und helfen Ihnen beim Einstellen des Wintermodus, unabhängig von Ihrer Fenstermarke.
Hinweise auf Hersteller und Baujahr geben die Bedienungsanleitung, ein Aufkleber im Fensterstock oder der Aufdruck im Glaszwischenraum; bei neueren Internorm Fenstern auch der QR-Code im Fensterstock. Damit finden Sie die passende Anleitung oder können uns Ihr Fenster bei der Anfrage genau beschreiben.
Balkon- und Hebeschiebetüren zählen technisch zu den Fenstern. Balkontüren mit Dreh-Kipp-Beschlag lassen sich meist ebenso einstellen. Bei Hebeschiebetüren funktioniert die Verriegelung anders, hier übernehmen wir die Einstellung im Rahmen der Wartung. Zieht es an der Haustür, hilft unsere
Oft liegt die Ursache dann tiefer als am Anpressdruck. Überlassen Sie die Einstellung besser uns, wenn:
Ihr Fenster keine verstellbaren Schließzapfen hat oder sie sich nur schwer drehen lassen,
der Flügel schleift, hängt oder nach dem Winter abgesackt ist,
ein Bauteil gebrochen ist, dann ist eine
Von der Anfrage bis zum Termin vor Ort sind es vier Schritte:
Sie nehmen
Bei Internorm-Fenstern kann auch der
Unser Serviceteam meldet sich innerhalb von drei Werktagen bei Ihnen, klärt offene Fragen und vereinbart einen passenden Termin.
Der Techniker stellt den Anpressdruck ein, schmiert die Beschläge und kontrolliert die Dichtungen.
Ihre Fenster schließen wieder dicht und laufen leicht. Muss ein Bauteil ersetzt werden, erhalten Sie eine transparente Empfehlung zur Fensterreparatur.
Notdienst in Österreich: Lässt sich ein Fenster gar nicht mehr schließen oder verriegeln, bieten wir in Österreich einen Notdienst an. In dringenden Fällen sind wir in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden bei Ihnen.
Was das kostet, hängt vom Aufwand ab: Eine kleine Einstellung ist etwas anderes als ein Dichtungs- oder Getriebetausch. Dazu kommen Anfahrt und, falls nötig, Ersatzteile. Umfang und Kosten besprechen wir vorher mit Ihnen, versteckte Kosten gibt es nicht.
Der Herbst ist nicht nur der richtige Zeitpunkt für den Wintermodus, sondern auch für die Fensterpflege. Als Orientierung gilt: einmal jährlich die Beschläge selbst ölen, alle ein bis zwei Jahre ein professioneller Service. Das verlängert die Lebensdauer Ihrer Fenster und erspart teure Reparaturen. Bei einer